E-Books schreiben und erstellen

E-Books sind schon lange nicht mehr aus unserer alltäglichen Welt wegzudenken. Während in der Anfangszeit vor allem die Belletristik im Vordergrund stand, entdecken immer mehr Fachbuchverlage und Organisationen die Vorzüge des „Digital Publishing“, der digitalen Publikation. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Das Medium lässt sich schnell durchsuchen und intern verlinken. Außerdem ist es gleich, ob Sie 10 Seiten als E-Book herausbringen oder 1000 Seiten. Die Distributionskosten bleiben ziemlich gleich. Außerdem können Sie regelmäßig Aktualisierungen anbieten und halten somit Ihre Publikation immer auf dem neuesten Stand. Als langjähriger Partner der tolino Allianz kennen wir zudem die technischen Anforderungen.

Wir bieten Ihnen:

  • Konzeption und Satz von E-Books
  • Umwandlung von Print-Büchern in E-Books
  • Übersetzung in die jeweiligen Landessprachen
  • Internationale Distribution

Was ist ein E-Book?

Beim E-Book handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um ein „elektronisches Buch“. Die Schreibweise unterscheidet sich hierbei je nach Anbieter. So heißt es im Deutschen korrekt „E-Book“, bei Amazon und tolino spricht man dagegen vom eBook. E-Books werden in der Regel im EPUB-Format abgespeichert, was aber nichts anderes ist als eine kleine Webseite, die auf HTML-Code und CSS basiert. Im Gegensatz zu einer richtigen Webseite kann hier aber kein Javascript oder PHP benutzt werden. Daher sind E-Books auch nur eingeschränkt „programmierbar“ und verfügen nur über einfache Funktionen.

E-Books können auf den unterschiedlichsten Geräten gelesen werden. Die E-Book-Händler bieten meistens sogenannte E-Reader oder eReader an, auf die man die E-Books laden und anschließend lesen kann. Diese E-Reader sind recht günstig, haben aber meistens nur ein schwarz-weißes E-Ink-Display. Zum Lesen ist das ideal, wer aber Farbe möchte, muss sich dann entweder einen E-Reader mit einem Farbdisplay leisten oder das E-Book auf dem Smartphone, Tablet oder am Computer lesen.

Auch wenn Verlage immer gern etwas anderes behaupten, ist die Produktion eines E-Books sehr günstig, da Druck-, Produktions-, Lager- und Transportkosten entfallen.

Vorteile eines E-Books

1.) Der beste Vorteil eines E-Books ist, dass man die Schriftgröße individuell einstellen kann. Dadurch sind E-Books besonders für ältere oder sehbehinderte Menschen eine gute Wahl. Die Zeiten sind damit vorbei, als man sich noch über Bücher beschweren konnte, die in kleinster Schrift gedruckt wurden, nur um Druckkosten zu sparen.

2.) Auch wenn viele E-Reader es nicht mehr anbieten, so ist die Vorlese-Funktion immer noch eine gute Funktion. Entweder kann man sich die entsprechende App aufs Smartphone oder Tablet laden oder einfach am PC die EPUB-Datei konvertieren lassen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich ein E-Book vorlesen zu lassen. Wer sich übrigens von Amazon die Sprachsteuerung „Alexa“ gekauft hat, kann sich hier von Alexa auch direkt die E-Books vorlesen lassen. Einfach per Befehl!

3.) Wer gerne recherchiert, wird das E-Book lieben. Denn hier kann man suchen, markieren und notieren ohne lästige Eselsohren oder Bleistiftmarkierungen zu hinterlassen. Alle Notizen können später als Textdokument heruntergeladen und weiterverarbeitet werden.

4.) Mit E-Readern kann man auch PDFs und TXT-Dateien lesen. Wer eigene Dokumente hochlädt, kann natürlich auch PDFs lesen.

5.) Die ganze Bibliothek immer dabei – wer hat davon noch nicht geträumt? Mit einem E-Reader lassen sich Tausende E-Books abspeichern und mitnehmen. Dank Cloud-Funktionen (z. B. tolino Cloud) lassen sich zudem riesige Mengen an Büchern abspeichern.

6.) E-Books können schnell und einfach gekauft werden. Hierfür wird lediglich eine WLAN-Verbindung benötigt. Man geht einfach in den entsprechenden Shop (bei Amazon gibt es nur einen, bei tolino viele), kauft das E-Book und lädt es in Sekundenschneller auf den E-Reader. Fertig.

7.) E-Books können auch auf dem Smartphone, Tablet oder dem PC gelesen werden. Dank Synchronisierung kann der Leser z. B. im Zug ein Buch auf der App beginnen und dann später zu Hause auf seinem E-Reader an letzter Stelle weiterlesen.

8.) E-Book-Displays leuchten im Dunkeln oder passen sich individuell den Lichtverhältnissen an. Dadurch kann man in jeder Situation bestens lesen.

9.) E-Books sind keine Bücher. Kein Baum muss dafür sterben, damit wir lesen können. Man muss sie auch nicht verschicken oder von einem Lager in ein anderes transportieren. Deshalb haben E-Books auch eine gute CO2-Bilanz.

Nachteile eines E-Books

1.) E-Books sind keine Bücher. Sie riechen nicht nach altem Papier und werden auch nicht gelblich nach vielen Jahren.

2.) Das Design verändert sich ständig. Dadurch dass der Leser die Schriftgröße verändern kann, ändert sich damit auch das ganze Layout und die Gestaltung des Buches. Dadurch ist es schwer, ein Buch „schön“ zu setzen.

3.) E-Books brauchen Strom. Zwar nicht viel, aber nach ein paar Tagen muss man sie dennoch aufladen.

4.) Man kann E-Books nicht ins Regal stellen und damit angeben, wie viele Bücher man bereits besitzt. Man könnten natürlich den E-Reader ins Regal stellen, aber das wirkt nicht so beeindruckend wie die kompletten Werke Shakespeares (die man nie im Leben lesen wird).

Was benötigt man, um ein E-Book zu erstellen?

Als erstes benötigen Sie natürlich ein Programm mit dem Sie das Dokument erstellen. Viele arbeiten hier mit einem Texteditor wie z. B. Word. Wenn das Dokument fertig ist, überprüft und lektoriert wurde, kann es umgewandelt werden. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Das Dokument erstellen

1.) Sie arbeiten z. B. in Word und konvertieren dann den Text in ein HTML-Dokument. Davon würden wir abraten. Word erstellt viel unnötigen Code, den Sie in stundenlanger Kleinstarbeit wieder rausfischen müssen, um ein sauberes HTML-Dokument zu haben.

2.) Sie arbeiten gleich in einem Seitengestaltungsprogramm wie z. B. Indesign. Der Vorteil: Wenn Sie ein gedrucktes Buch erstellen können Sie dieses anschließend in ein E-Book konvertieren. Leider ist die Konvertierung nicht so optimal.

3.) Unsere Empfehlung: Sie arbeiten z. B. in Word, kopieren aber anschließend den Text in einen E-Book-Editor (z. B. Sigil oder Calibre). Das ist die beste Lösung, denn hier kann man von Anfang an mit HTML-Code und CSS arbeiten. Es liegt somit ein sauberer Code vor. Ein weiterer Vorteil: Die E-Book-Editoren verfügen über verschiedene Werkzeuge zum Überprüfen des E-Books und garantieren damit ein korrektes E-Book.

Sie können zwar auch schon von Anfang an in einem E-Book-Editor arbeiten, aber das ist nicht so komfortabel wie in einem reinen Texteditor.

Wichtig: Vergessen Sie nicht das Cover-Bild sowie weitere Bilder, Fotos oder Illustrationen für die „Innenseiten“.

Ein E-Book mit Sigil erstellen

Unser Favorit ist eindeutig Sigil. Der E-Book-Editor ist übersichtlicher als Calibre und man kann damit gut und flüssig arbeiten.

Arbeiten mit Sigil: Von Anfang an gab es eine sehr hilfreiche Vorschau-Funktion, die meistens in der rechten Spalte angeordnet ist. In der linken Menüspalte sieht man dagegen die entsprechenden HTML-Dokumente, Bilder, Meta-Daten usw. In der Mitte befindet sich der Text- und Hauptarbeitsbereich. Das ist sehr aufgeräumt und hilft ungemein.

Sigil-E-Book-Editor

Dokumente umwandeln mit Sigil: Leider kann Sigil nur EPUBs erstellen. Wenn man als Selfpublisher z. B. Dokumente in das Amazon-Format AZW(MOBI) umwandeln möchte, muss man wieder auf Calibre zurückgreifen.

E-Books überprüfen mit Sigil: Die Validierung mit Sigil ist recht einfach und komfortabel. Es gibt sogar eine automatische Korrektur. Dennoch sollten Dokumente immer manuell überprüft und korrigiert werden, damit sich keine Fehler einschleichen.

Sigil ist für Windows und Mac erhältlich.

Mehr dazu unter: https://sigil-ebook.com/

 

Ein E-Book mit Calibre erstellen

Auch Calibre ist ein ausgezeichneter E-Book-Editor. Vor allem seit den letzten Updates hat Calibre zu Sigil stark aufgeholt. Denn lange Zeit war Calibre eher ein Konvertierungs-und Bibliotheks-Werkzeug und weniger ein Editor.

Arbeiten mit Calibre: Wie gerade erwähnt, war Calibre nie als Editor gedacht, sondern richtete sich eher an Leser, die hin und wieder ein E-Book in ein anderes Format konvertieren wollten. Daher ist das Arbeiten mit Calibre immer noch ein wenig umständlich. Um ein EPUB zu bearbeiten, muss man per Rechtsklick mit der Maus auf das E-Book in der Liste klicken und dann „Buch bearbeiten“ auswählen. Erst dann kommt man in den Editor.

Möchte man ein neues E-Book anlegen, geht das erst richtig im Bearbeitungsmodus. Hier wählt man dann „Datei>Neues, leeres Buch erstellen“. Anschließend wählt man, ob man ein EPUB oder ein AZW3 (Amazon) haben möchte.

Calibre-E-Book-Editor

Dokumente umwandeln mit Calibre: Das Konvertieren ist eindeutig die Stärke von Calibre. Man wählt ein hochgeladenes E-Book aus und klickt dann auf „Bücher konvertieren“. Anschließend gibt dann die Einstellungen fürs Konvertieren an. Insgesamt bietet Calibre 18 verschiedene Formate zum Konvertieren an, darunter EPUB, MOBI, AZW3, PDF, DOCX u. v. a.

E-Books überprüfen mit Calibre: Auch das Überprüfen von E-Books ist nicht so einfach und nur im Bearbeitungsmodus möglich. Da es keinen reinen Textmodus gibt, ist die Rechtschreibprüfung eher lästig. Schließlich wird jedes Stück Programmcode als Fehler angezeigt. Auch die E-Book-Überprüfung per „F7“ lässt sehr zu wünschen übrig.

Calibre ist für Mac und Windows erhältlich.

Mehr dazu unter: https://calibre-ebook.com/

Ein E-Book mit Indesign, Word & Co. erstellen

Wie bereits oben erwähnt, ist das Erstellen von E-Books ohne einen entsprechenden E-Book- oder HTML-Editor sehr zeitaufwändig und fehleranfällig. In Design kann man Dokumente sogar direkt als EPUB abspeichern, in Word geht das nur als HTML-Seite. Wer sich gut mit HTML und CSS auskennt, kann auch gerne mit einem entsprechenden Code-Editor arbeiten. Das geht z. B. mit Adobe Dreamweaver, aber auch mit kostenlosen Programmen wie BBedit. Aber wie gesagt, man sollte sich hier gut auskennen, da man die entsprechende Formate anlegen und später alles als EPUB oder AZW3 verpacken muss.

Die Formate EPUB, AZW3/MOBI, iBook und PDF

E-Books sind nicht gleich E-Books. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formaten. Am meisten verbreitet ist das EPUB-Format, das vor allem bei tolino zum Einsatz kommt. Amazon setzt dabei auf das AZW3-Format (früher MOBI), das eine Abwandlung des EPUB-Formats ist. Apple setzt dabei lieber auf das eigene iBook-Format, das hauptsächlich für Forschung und Lehre gedacht war und heute eigentlich kaum eine Rolle spielt. E-Books können aber auch als PDF oder TXT-Datei vorliegen, wobei sie dann im wörtlichen Sinne keine E-Books mehr sind.

Welches Format brauchen Sie also?

Wenn Sie ein E-Book erstellen muss dieses auf jeden Fall im EPUB-Format vorliegen. Wenn das E-Book auch auf der Amazon Plattform verkauft werden soll, müssen Sie das EPUB zusätzlich in das AZW3-Format konvertieren.

Das Märchen von EPUB3

Das E-Book versprach schon so Einiges: Man könne damit nicht nur lesen, sondern multimediale Inhalte lebendig werden lassen. Vor allem mit EPUB 3.0 würde alles noch sehr viel besser werden. Theoretisch geht das auch mit EPUB 3.0. Leider unterstützen die meisten E-Reader aber noch nicht diese EPUB3-Funktionen. Die Bücher können zwar angezeigt werden, aber hier laufen keine Filme – und HTML5-Funktionen funktionieren eigentlich auch nur selten. Lediglich das iBook-Format unterstützt die meisten EPUB3-Funktionen.

Was ist ein eReader oder E-Book-Reader?

Zum Lesen von E-Books benötigt man u. a. ein elektronisches Lesegerät, z. B. den sogenannten E-Reader. Die günstigsten Einsteigegeräte verfügen über ein E-Ink-Display, die aber derzeit nur Schwarz-Weiß-Darstellung erlauben. Höherpreisige E-Reader wie das Fire Tablet von Amazon verfügen sogar über ein Farbdisplay, sind aber wie der Name schon sagt auch eher ein Tablet.

Mit diesen E-Readern kann der Leser per WLAN aus dem E-Book-Shop seines Händlers Bücher kaufen und herunterladen. Zum Aufladen oder um Bücher oder Dokumente draufzuladen, können die E-Reader per USB-Kabel an den PC angeschlossen werden. Die günstigsten E-Reader sind bereits unter 50 Euro zu haben.

E-Books mit Kopierschutz (Adobe DRM)

Digitale Bücher werden oft beim Kauf oder beim Ausleihen mit einem digitalen Rechtemanagement versehen. Am häufigsten wird in Deutschland Adobe DRM eingesetzt. Obwohl sich viele Hersteller und auch Kunden dagegen sträuben, wird es immer noch verwendet, verliert aber ständig an Boden.
Für den Leser bedeutet das: Wer sich E-Books bei der Onleihe ausleihen möchte, benötigt eine Adobe ID mit der er seine E-Books freischalten kann. Ist die Ausleihe abgelaufen, kann das E-Book nicht mehr geöffnet werden.

Eine Adobe ID (für das DRM) erhalten Sie hier: https://accounts.adobe.com/de

Die tolino Allianz

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, da schlossen sich viele einzelne Buchläden zusammen, um gegen den Riesen Amazon anzutreten: So oder so ähnlich war die Anfangsgeschichte von tolino. 2013 schlossen sich die Buchhändler Thalia, Weltbild, Hugendubel, Mayersche Buchhandlung, Osiander, bücher.de, ebook.de sowie rund 1.500 unabhängige Buchhändler (über Libri) zusammen und gründeten die tolino Allianz. Als technologischen Partner holten sie sich die Deutsche Telekom ins Boot, die 2017 von Kobo abgelöst wurde. Anders als bei Amazon hat der Kunde bei tolino die Möglichkeit, sich seinen Buchhändler auszuwählen und dort seine E-Books zu kaufen. Während Amazon auf das eigene AZW3-Format bei E-Books setzt, wird bei tolino das ursprüngliche EPUB-Format vertrieben.

E-Book-Shops

Hier finden Sie eine Auswahl der größten deutschen E-Book-Händler:

Amazon: www.amazon.de
bücher.de: www.buecher.de
ebooks.de: www.ebooks.de
Google Play Store: https://play.google.com
Hugendubel: www.hugendubel.de
Kobo: www.kobo.com
Lokale Buchhändler: www.buchhandlung.de oder www.genialokal.de
Mayersche Buchhandlung: www.mayersche.de
Osiander: www.osiander.de
Thalia: www.thalia.de
Weltbild: www.weltbild.de

Weiter E-Book-Anbieter:
Projekt Gutenberg – kostenlose E-Books: www.gutenberg.org
Readfy: www.readfy.com
Scribd: de.scribd.com
Skoobe: www.skoobe.de

E-Book Distributoren
Verlage, die E-Books herausbringen, arbeiten in der Regel mit Distributoren zusammen, die diese Aufgabe übernehmen. In Deutschland gibt es mittlerweile fünf große dieser Distributoren:

Bookwire: www.bookwire.de
Kontor New Media: www.kontornewmedia.com
Libreka: www.libreka.de
Satzweiss: www.satzweiss.com
tolino media (ehemals Pubbles): www.tolino-media.de
Zeilenwert: www.zeilenwert.de

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