Sinn oder Unsinn von Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Posted by ralfschulte in News | 0 comments

Das Ziel der Suchmaschinen ist es, dem Endverbraucher die bestmöglichen Ergebnisse auf seine Suche zu liefern. Doch wie genau funktioniert das? Und wie kann ich mein Unternehmen als eines der ersten Suchergebnisse anzeigen lassen? Die einen sagen, man solle auf SEO setzen, andere wiederum halten davon gar nichts. Sprechen wir doch mal von Sinn und Unsinn mancher SEO-Maßnahmen.

Erst einmal: Was ist SEO?

SEO ist die Abkürzung von Search Engine Optimization und bedeutet übersetzt „Suchmaschinenoptimierung“. Unter diesem Begriff sammeln sich verschiedenste Möglichkeiten, um bei den Suchergebnissen einer Suchmaschine auf den vordersten Plätzen angezeigt zu werden („zu ranken“). Lange schon gibt es deshalb Unternehmen, die SEO-Dienste anbieten, um die Sichtbarkeit ihrer Kunden auf Suchmaschinen zu stärken.
Klar: Die Website eines Unternehmens kann noch so gut aufgebaut, strukturiert und ausgefüllt sein – sie wird nicht als eine der ersten Suchanfragen bei Google angezeigt, wenn sie nicht optimiert ist – was im Umkehrschluss weniger „Traffic“, also weniger Kunden, bedeutet.

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Was versteht man unter Traffic?

Es gibt zwei gängige Wege auf eine Website zu gelangen: Entweder hat man eine vorgegebene URL, beispielsweise von einer Visitenkarte oder aus dem Anhang einer E-Mail oder aber man sucht per Suchmaschine nach Schlagwörtern und bekommt passende Websites angezeigt. SEO-Traffic meint zweiteres, eben genau die Besucher, die erst über eine Suchmaschine auf eine Website stoßen. Und hier gilt es, genauer hinzuschauen, denn das Ziel ist es immer, den SEO-Traffic zu steigern, um den Endverbrauchern die bestmöglichen Ergebnisse auf ihre Suche schnell liefern zu können.

Früher war es recht einfach, die eigene Website weit vorne „ranken“ zu lassen. Vor allem das sogenannte Keyword-Spamming war damals eine gängige Methode. Wie der Name schon vermuten lässt, wurden dabei die wichtigsten, thematisch passendsten Schlagwörter in einem Text so häufig wiederholt, dass Quantität über Qualität siegte. Da jedoch nicht nur die Websites, sondern auch Suchmaschinen wie Google ständig optimiert und somit klüger werden, reicht es heute nicht mehr aus, ein Schlagwort in einem Text 50mal zu nennen, um als erstes Suchergebnis zu erscheinen.

Gefunden werden ist nicht gefunden werden

In der Vergangenheit haben viele Websitebetreibende einfach daraufgesetzt, alle denkbaren Keywords anzubieten und mit ihnen so viel wie möglich von einem Thema abzudecken. Das klingt erstmal logisch und hilfreich, aber natürlich nur, wenn die Keywords zum Thema passen.

Zusätzlich haben die SEO-Experten ihren Kunden viel Traffic versprochen. Dabei war es egal, wie gut der Traffic ist. So sind z. B. „Flash-Laufwerke“ nicht immer dasselbe. Ein Endkunde sucht vielleicht nach einem Flash-Laufwerk für seinen Laptop, aber ein IT-Unternehmen meint damit die SSDs, die in Rechenzentren verbaut sind. Natürlich möchte das IT-Unternehmen nicht für Traffic bezahlen, den z. B. ein Teenager auf der Suche nach seiner Festplatte verbraucht. Viel eher sucht man die Zielgruppe der Unternehmen und IT-Abteilungen, die ihr Rechenzentrum erweitern möchten.

Mehr Traffic ist also nicht immer besser – oder?

Natürlich möchte ein Unternehmen, das eine SEO-Agentur beauftragt sehen, dass der Traffic zunimmt. Oder anders ausgedrückt: Wenn mehr Leute meine Webseite besuchen, sind das auch mehr Kunden. Das stimmt nur leider nicht und kostet viel Geld.

Leider hat sich eine Unsitte herausgebildet, dass man W-Fragen auf seine Seite nehmen soll, um mehr Traffic zu bekommen. Leider denkt man nicht viel über den Sinn nach, schließlich ist mehr Traffic immer gut, auch im B2B-Bereich. Das führt dazu, dass z. B. ein CEO auf der Suche nach Cloud-Services plötzlich einen Text liest: „Was ist die Cloud?“

An der Stelle kommt er sich ziemlich veräppelt vor. Stellen Sie sich vor, Sie würden zu Ihrem Hausarzt gehen und dieser würde Ihnen erst einmal einen Vortrag darüber halten, was Krankheiten sind. Es käme Ihnen vermutlich wie ein Zeitverschwendung vor.

Also, wenn W-Fragen eingesetzt werden, dann bitte nur dann, wenn die Zielgruppe auch nach diesem Wissen sucht und nicht einfach pauschal.

On-Page-Optimierung – klar, machen wir!

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei der On-Page-Optimierung um alle SEO-Maßnahmen, die auf der eigenen Website umgesetzt werden können („On-Page“ = „Auf der Website“). Text, Keywords … all das, was sich auf der Website befindet, fällt in den Bereich On-Page.

Off-Page-Optimierung befasst sich dagegen mit allem, was außerhalb der Website liegt: Beispiele hierfür sind Verweise von anderen Websites (Backlinks). Während die On-Page-Optimierung also auf die Optimierung der Inhalte, Struktur, Performance und Codes abzielt, geschieht die Off-Page-Optimierung durch Erwähnungen in sozialen Medien und Artikeln oder durch Empfehlungsmarketing. Gerade bei der Off-Page-Optimierung hapert es ziemlich, weil viele Unternehmen zwar in PR investieren, aber doch nicht in Backlinks. Was ist das überhaupt?

SEO wird von den meisten Kunden sowieso verwechselt.

SEO ist kein Vertrieb und keine Leadgenerierung

Einige sagen jetzt bestimmt: Moment mal! So stimmt das nicht. Natürlich kann man SEO sehr gut nutzen, um mit dem entsprechenden Traffic den Vertrieb und die Leadgenerierung zu unterstützen. Doch viele Kunden denken, dass SEO nur genau das macht.

Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es darum, dass Ihre Inhalte im Netz besser gefunden werden. Mehr erst einmal nicht.

Wenn man mehr Kunden auf seiner Webseite haben möchte und dass Kunden ihre Kontaktdaten dort hinterlassen, ist SEO schon mal ein guter Anfang, aber noch lange nicht die Lösung. Dennoch sagen Kunden schnell: „Was bringt mir das? Jetzt haben wir mehr Traffic, aber immer noch genauso viele Kunden wie vorher.“

Noch schöner ist, wenn Kunden fragen: „Wie viel Geld müssen wir in SEO und SMM investieren, um X Kunden zu bekommen?“

Einfacher wäre es, Adressen von potenziellen Kunden einzukaufen. Das ist zwar teuer, aber meist ergiebiger. Ansonsten müsste die richtige Antwort heißen: „Zuerst machen wir SEO, dann optimieren wir die User-Experience, bieten hochwertigen Content an (den wir vorher produzieren müssen, z. B. Whitepaper, Filme etc.) und machen dann ein Angebot, das der Kunde lieben wird.

Kaum rechnet man die einzelnen Posten durch, heißt es schon: „Das ist uns zu teuer!“

Sie sehen: Im SEO-Bereich gibt es noch viele Vorurteile und Missverständnisse, also viel Sinn und Unsinn von beiden Seiten. Erst wenn wir an dem Punkt sind, dass SEO genauso selbstverständlich ist wie z. B. die automatische Grammatikprüfung, wird sich einiges ändern. Bis dahin gibt es noch viel Beratungsbedarf. 

 

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