Dead Content? Warum Sie wissen sollten, was das bedeutet

Posted by ralfschulte in News | 0 comments

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Toter Content? Dead content? Schon wieder ein neues Buzzword, das man kennen muss? Viele denken vermutlich sofort, dass sie genau wissen, was damit gemeint ist, nämlich Inhalte, die nicht mehr funktionieren oder niemanden mehr interessieren. Das ist aber nur zum Teil richtig.

Als Dead Content bezeichnet man Inhalte, die zwar noch vorhanden sind, aber ihre Aufgabe nicht mehr oder nur noch schlecht erfüllen.

Beispiel: Wir erinnern uns an die großen Webseiten von Versicherungen, IT-Unternehmen oder Energie-Konzernen. Jeder Informationsarchitekt, der einmal eine Content-Inventory durchgeführt hat, kennt das Problem: unzählige Seiten, verschachtelte Strukturen, viele 404-Seiten usw. Manche Inhalte sind so veraltet, dass man sie nicht einmal mehr löschen darf, weil niemand weiß, wer dafür überhaupt zuständig ist. Diese Konzernseiten sind eine Fundgrube für Dead Content. Aber was macht man jetzt damit?

Es gibt drei Möglichkeiten:

1.) Man löscht den Dead Content. Dadurch verliert man aber auch Inhalte, die vielleicht schlecht, aber doch funktioniert haben.

2.) Man belebt den Content wieder! Und zwar indem man die Inhalte überarbeitet, aktualisiert, strukturell verbessert und für Suchmaschinen wie Google auffindbar macht. Das sollte natürlich Teil einer Content-Strategie sein.

3.) Man ignoriert den Dead Content. Nur weil einer sagt, man habe ein Problem, heißt das noch lange nicht, dass man sich damit beschäftigen muss. Außerdem kann man ja einfach neuen Content erstellen, wenn welcher benötigt wird.

Verschiedene Formen von Dead Content

Tot ist nicht gleich tot. Manche Inhalte sind weniger, manche ganz tot. Je nach Art des Dead Contents muss man andere Lösungen einsetzen, um diesen wiederzubeleben oder einfach zu löschen. Welche Formen gibt es also?

Veralteter Content
Trend-Content
Alter Content
Schlechter Content
Vergessener Content
z. B. ein Text über die Buchmesse 2011 z. B. über einen bestimmten Mode-Stil z. B. ein How-To-Bericht oder ein Ratgeber, der etwas älter ist z. B. eine schlecht gemachte Info-Seite oder ein falscher Text z. B. ein guter Artikel über ein bestimmtes Thema/da er aber nicht aktualisiert wurde, rutschte er im Google Ranking nach unten
Gut fürs Archiv, aber schwer wiederzubeleben Aktualisieren, wenn es wieder trendy wird Aktualisieren Löschen Aktualisieren

Google und das Crawling Budget

Entscheidet man sich für Variante 2 und 3 öffnet sich automatisch eine weiteres Problem, das Crawling Budget. Dieses bestimmt, wie viele Seiten maximal von Google durchforstet und aufgenommen werden. Ist das Crawling Budget erschöpft, hört Google einfach auf, weitere Seiten aufzunehmen. Diese bleiben dann in den Tiefen der Webseite unsichtbar für alle Suchenden. Wie hoch das Crawling Budget ist, ist davon abhängig, wie populär eine Seite ist; wie oft sich Inhalte ändern und wie oft man crawlen kann, ohne den Server in die Knie zu zwingen.

Dieses Problem beschäftigt natürlich nur wirklich große Webseiten mit vielen Unterseiten. Aber gerade Portalseiten, die immer mehr Content produzieren und dadurch hoffen, langfristig ihren Traffic zu steigern, könnten am Ende vor einem großen Problem stehen. Denn dann werden plötzlich nur noch die wichtigsten Seiten von Google aufgenommen, alle anderen bleiben unerkannt.

Was bedeutet das für Dead Content?

Man sollte als erstes genau überlegen, was man eigentlich bezwecken möchte, bevor man sich daran macht, den Content zu überarbeiten. Für viele Webseiten bedeutet die Vitalisierung von Content, das auch der Traffic spürbar nach oben geht. Oft existiert sogar schon guter Content, der aber schlecht aufbereitet wurde und nun vor sich hinschlummert. Diese Inhalte wiederzubeleben, ist oft besser, als einen Texter damit zu beauftragen, alles neu zu verfassen. Manchmal reicht sogar ein bisschen SEO aus, um die schlummernden Unterseiten in den Suchergebnissen wieder nach oben zu bringen.

Wie belebt man Dead Content?

Es gibt viele Möglichkeiten, Inhalte wiederzubeleben und nach oben zu bringen:

Dead-Content-Vitalisierung
Texte aktualisieren
Mehr Bilder einfügen
Aus kurzen, längere Texte machen
Links einbauen
Backlinks schaffen
HTML-Struktur verbessern
Erstellungsdatum ändern
Neue Fakten, neue Erkenntnisse integrieren
 Videos, Grafiken oder Animationen hinzufügen
 Texte lesbarer machen
 Layout ändern
 Farblich akzentuieren

Wie man den Dead Content am besten vitalisiert, sollte zuerst in einer Content-Strategie festgelegt werden. Schließlich muss nicht jeder Text, den man findet, aufbereitet werden. Bei manchen Seiten ist es sogar gut, dass sie zwar da sind, aber in den Suchergebnissen nicht oben stehen, z. B. bei kritischen Unternehmensthemen, die man zwar behandeln muss, sie aber ungern bei Google findet.

Mehr Infos:
Was ist eine Content-Marketing-Strategie?

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